Praxis für personbezogene Psychotherapie
Praxis für personbezogene Psychotherapie

Gruppenpsychotherapie für Kinder mit AD(H)S

Was ist AD(H)S?
Die Abkürzung: AD(H)S steht für Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit oder ohne Hyperaktivität.
Aufmerksamkeitsstörungen äußern sich vor allem darin, dass Aufgaben unkonzentriert und flüchtig bearbeitet und oftmals nicht zu Ende gebracht werden. Die Kinder sind leicht ablenkbar und wenden sich stattdessen schnell wechselnden Inhalten zu. Sie erscheinen z. T. wie aufgezogen oder ständig „auf dem Sprung“. Stillsitzen fällt ihnen schwer, was häufig zu eskalierender Bewegungsunruhe und auf vielfältige Art zu Konflikten führen kann.
Ist auch Ihr Kind häufig unaufmerksam, hat einen ständigen Drang nach Bewegung, kann schwer Regeln u
nd Grenzen akzeptieren und es kommt vielleicht oft zu Auseinandersetzungen mit anderen Kindern und/oder Erwachsenen?

Möglicherweise wurde die Diagnose AD(H)S bereits gestellt?

Und vielleicht gab es schon Versuche (z.B. mit nichtmedikamentöse Therapien und/oder (laufenden) medikamentösen Therapien) um das Verhalten Ihres Kindes positiv zu beeinflussen, jedoch bisher ohne erwünschten Erfolg?

Vielleicht kann mein gruppentherapeutisches Angebot dazu beitragen, die persönliche Situation Ihres Kindes und Ihre familiäre Gesamtsituation positiv zu beeinflussen.
Was ist die Idee des Therapiekonzepts?
Dieses Therapieprogramm knüpft an die Kompetenzen und Interessen der Kinder an. Damit werden die besten Voraussetzungen geschaffen, dass Ihr Kind von der Therapie profitieren
kann. Die einzelnen Bausteine sind so ausgewählt, dass es für Ihr Kind relevant und erlebnisreich ist. Die Therapie verspricht Spaß zu machen, deshalb ist mit einer hohen Therapiemotivation zu rechnen. Dies ist nicht nur wichtig für Jugendliche, die bereits mehrere Therapieangebote ausprobiert haben. Die meisten Kinder mit AD(H)S bleiben dadurch langfristig motiviert, am therapeutischen Prozess teilzunehmen und auch "unangenehme" Entwicklungsschritte zu gehen, die sonst oft vermieden/verweigert werden.

So sind die erlebnistherapeutische Gruppentermine die Highlights dieses Therapieprogramm. Aber erst durch die Kombination mit den klassischen Einzel- und Gruppentherapiesitzungen, in denen viel Zeit ist, die Erfahrungen und Entwicklungen vorzubereiten und zu vertiefen, kann es zu überdauernden Veränderungen kommen.
Tiefgreifende emotionale Erfahrungen, Spaß und persönliche Entwicklung gehen so Hand in Hand.
Die Kinder profitieren besonders von den erlebnistherapeutischen Aufgabenstellungen,
weil sie:
  • von den Kindern/Jugendlichen als reizvoll wahrgenommen werden und die Therapiemotivation positiv beeinflussen.
  • das Potential der Kinder/Jugendlichen ansprechen und aktivieren.
  • in einem besonderen Maße geeignet sind, die im therapeutischen Kontext erlernten Strategien in den Alltag zu transferieren, da sie nicht in einem künstlichen sondern sehr realen Setting erlernt werden.
  • viel Raum für den erhöhten Bewegungsdrang der Kinder bieten.
  • Grenzen und Regeln durch natürliche Gegebenheiten setzen, die dadurch selbstverständlich akzeptiert werden.
  • die grob– und feinmotorischen Bewegungskoordination spielerisch verbessern.
Welche therapeutischen Bausteine kommen zum Einsatz?
  • Sozialkompetenztraining (Kommunikation, Konfliktbewältigung, Teamfähigkeit, Selbst– und Fremdwahrnehmung und Erlernen eines wertschätzenden Umgangs mit Regeln und Strukturen)
  • Konzentrations– und Ausdauertraining (z.B. geschlossene Aufgabenstellungen, die im Freien stattfinden)
  • Therapeutisches Klettern (Wahrnehmungsschulung, Umgang mit Gefühlen, Selbstwirksamkeit erleben)
  • Kunsttherapie(Kreative Potentiale aktivieren)
  • Antiaggressionstraining (Verbesserung des emotionalen Wohlbefindens, der Impulskontrolle und des Ausdrucks von Gefühlen)
  • Bezugspersonenberatung (Informationen zum Störungsbild, Erziehungsberatung, Austauschmöglichkeit mit anderen betroffenen Eltern)
Für wen wurde das Therapieprogamm entwickelt?

Das vorgestellte Therapieprogramm richtet sich an Jungen im Alter von 6 -16 Jahren. Die Gruppen werden allerdings altershomogen zusammengestellt (also 6-7jährige, 8-10jährige usw.)
Wurde bereits bei Ihrem Kind eine Diagnose gestellt, dann sollte sie im Bereich der hyperkinetischen Störungen (ICD-10: F90) liegen. Auch bei Störungen des Sozialverhaltens (ICD-10: F91) sind gute Erfolge zu erwarten.

Dieser Therapieansatz ist auch bei Kindern erfolgsversprechend, die bereits andere Behandlungen mit unzureichendem Erfolg ausprobiert haben.
Ferner kann eine bereits bestehende medikamentöse Behandlung positiv unterstützt werden.

Wer übernimmt die Kosten für diese Therapie?


Die Behandlung wird mit bewährten verhaltens-therapeutischen Bausteinen durchgeführt. Weiterhin ist sie heilpsychotherapeutisch. Deshalb wird die Behandlung von ihrer Krankenkasse übernommen.

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Psychotherapeutische Praxis Dirk Spicker-Biundo, Eberhardstr. 21, 54290 Trier